Deutschland

Oszilloskop

Präzision und Zuverlässigkeit für jede Messanforderungen

Rohde & Schwarz RTO1024

‍Kurzcharakterisierung


‍Der RTO1024 ist das dritte der vier Bandbreitenstufen der ersten RTO-Generation (600 MHz / 1 GHz / 2 GHz / 4 GHz), jeweils als 2- oder 4-Kanal-Variante. Die "24" steht für 2 GHz Bandbreite, 4 Kanäle. Diese Serie ist inzwischen abgekündigt und wurde durch den R&S RTO6 ersetzt – man findet den RTO1024 heute vor allem auf dem Gebraucht-/Refurbished-Markt.


‍Technische Kerndaten (RTO1024)


‍Architektur & Kerntechnologien der RTO-Serie


‍Digitales Triggersystem

‍Weltweit erstes echtzeitfähiges digitales Triggersystem – Trigger. Statt eines rein analogen Triggerpfads nutzt die RTO-Familie ein digitales Trigger-system. Trigger und Messsignal laufen über denselben digitalisierten Pfad, was zu sehr geringem Trigger-Jitter und hoher Empfindlichkeit führt, auch bei kleinen Amplituden. Präzises, digitales Triggersystem mit < 1 ps Jitter – auch beim kleineren 2-GHz-Modell voll vorhanden, nicht auf die 4-GHz-Version beschränkt.

‍Das war ein echtes Alleinstellungsmerkmal gegenüber vielen Wettbewerbern. 


‍Hohe Aktualisierungsrate

‍ASIC-basierte Signalverarbeitung – ermöglicht die hohe Erfassungsrate von bis zu 1 Mio. Messkurven/s (waveform / s) und damit eine sehr kurze "Blindzeit" für das zuverlässige Auffinden seltener Glitches.

‍Single-Core-A/D-Umsetzer von Rohde & Schwarz für minimale Signalverzerrung, kombiniert mit sehr geringem Eigenrauschen (typ. 100 µV bei 1 mV/Div, 1 GHz).


‍HD-Modus (Option)

‍Per digitaler Filterung lässt sich die vertikale Auflösung auf bis zu 16 Bit anheben, was schärfere Messkurven und geringeres Rauschen ergibt – nützlich bei kleinen Signalpegeln oder wenn Details im Rauschen verschwinden würden. 


‍Bedienkonzept

‍Die Serie setzt auf eine kapazitive Touch-Oberfläche mit dem sogenannten SmartGrid: Signale können per Drag & Drop an verschiedene Stellen des Bildschirms gezogen werden, und ein App-Cockpit gibt schnellen Zugriff auf die verschiedenen Analyseanwendungen. 


‍Multidomänen-Analyse

‍Ein Alleinstellungsmerkmal ist der sogenannte Zone-Trigger, der sowohl im Zeit- als auch im Frequenzbereich arbeitet – das Gerät kombiniert also klassische Oszilloskop-Funktionen mit spektralen Analysemöglichkeiten in einem Instrument. 

‍Mixed-Signal-Option: 16 digitale Kanäle, 400 MHz, 5 GSa/s, 200 Msample – macht aus dem DSO ein MSO


‍Erweiterbarkeit (Option)

‍Über eine optionale MSO-Erweiterung wird aus dem reinen DSO ein Mixed-Signal-Oszilloskop mit 16 zusätzlichen digitalen Kanälen, 5 Gsample/s Abtastrate und 400 MHz Bandbreite – nachrüstbar, ohne neues Gerät kaufen zu müssen. 


‍Serielle Protokolle & Compliance-Tests (Option)

‍Umfangreiche, meist kostenpflichtige Softwareoptionen decken Decodierung und Trigger auf gängige Busse ab (I²C, SPI, UART/RS-232/RS-485, CAN/LIN, FlexRay u.a.), dazu Jitter-Analyse, Maskentests und automotive-spezifische Prüfungen.


‍Speichertiefe und Segmentierter Speicher

‍Rohde & Schwarz wirbt branchenübergreifend damit, dass die eigenen Oszilloskope pro Kanal bis zu 400 Msample und im Interleaved-Modus bis zu 800 Msample bieten – zehnmal mehr als vergleichbare Geräte. 


‍Messfunktionen

‍Über 90 automatische Messfunktionen, History-Modus, Maskentest (bis 600.000 Tests/s), 


‍Hardwarebeschleunigte FFT


‍Typische Einsatzgebiete

  • Entwicklung und Debugging von Hochgeschwindigkeits-Digitalschaltungen
  • Analyse serieller Businterfaces (Automotive, Embedded, Industrieelektronik)
  • Jitter- und Rauschmessungen an Hochfrequenzsystemen
  • Power-Integrity- und Schaltnetzteil-Analyse
  • Compliance-/Konformitätstests (z. B. für Bus-Standards)
     

‍Erweiterbarkeit (die berichtigen Rohde & Schwarz Optionen)


‍Bandbreiten-Upgrade auf 4 GHz (Option RTO-B205) möglich, inkl. Kalibrierung durch R&S-Service

‍Speichererweiterung in Stufen bis 400/800 Msample (Optionen RTO-B101 bis -B104)

‍OCXO-Referenz (RTO-B4) für hochstabile Zeitbasis

‍Zahlreiche Software-Optionen für serielle Protokolle (I²C, SPI, CAN/LIN, FlexRay, USB, Ethernet, MIL-STD-1553 u. a.), Jitter-Analyse, Konformitätstests, Leistungsanalyse


‍Nachteile – speziell beim RTO1024

  • Kleiner Standardspeicher: Im Auslieferzustand nur 20 Msample/Kanal (80 Msample bei 1 Kanal) – für lange, hochaufgelöste Aufzeichnungen braucht man zwingend die (kostenpflichtige) Speicheroption
  • Standard-Vertikalauflösung nur 8 Bit – die vollen 16 Bit gibt's erst mit der separat lizenzierten HD-Modus-Option (RTO-K17)
  • Produkt abgekündigt – kein Neuverkauf mehr, R&S verweist auf den Nachfolger RTO6; Ersatzteilversorgung und Langzeitsupport sind dadurch tendenziell eingeschränkter als bei einem aktuellen Modell; Rohde & Schwarz bietet auch keine Optionen mehr an
  • Ältere Betriebssystembasis (Windows XP Embedded bzw. Windows 7 Embedded (in meinem Gerät)) – aus heutiger Sicht ein Sicherheits- und Kompatibilitätsthema, insbesondere bei Netzwerkanbindung
  • Viele Zusatzfunktionen sind separate, kostenpflichtige Lizenzen – der "nackte" Grundpreis täuscht leicht über die tatsächlichen Kosten eines voll ausgestatteten Geräts hinweg
  • Kein moderner Full-HD-Touchscreen wie beim RTO6 – die 10,4"-XGA-Auflösung (1024×768) wirkt im Vergleich zu aktuellen Geräten inzwischen etwas klein und niedrig aufgelöst

Batronix Magnova BMO350

Auf dem YouTube Kanal @OsziWissen sind Tutorials, Tests und Praxisberichte aus dem „Heimlabor“ zu finden

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